Wie rasiert man(n) sich richtig?

Wir Frauen zupfen, waxen und rasieren unser ganzes Leben und beschweren uns oft lautstark darüber. Doch richtig bewusst, was für ein hartes Los die Männer der Schöpfung haben, wurde mir erst, als ich meinen Freund dabei beobachtete wie er sich Woche um Woche bei der Gesichtsrasur quälte. Nie gelang es ihm so wie er gerne wollte und die Missgeschicke waren dann gut sichtbar über das ganze Gesicht verteilt. Mit notdürftig gebastelten Pflastern aus Klopapier saß er dann miesgrämig beim Morgenkaffee und schmollte.

 

Der Beauty- und Kosmetik(sports)geist war geweckt

Mein Beauty- und Kosmetik(sports)geist war geweckt. Ich wollte ihm helfen. Ihm am besten ein ganzes Set und eine Tonne von Produkten schenken. Das einzige Problem war: Ich hatte ziemlich wenig bis gar keine Ahnung worauf man(n) bei einer Rasur achten muss. Für so etwas gibt es Gott sei Dank immer Experten und Fachkundige die einem weiterhelfen können. Bei Liebe ist es Herr Tannenberg. Er hat nämlich ein ganz ausgezeichnetes Fachwissen was das Thema Rasur angeht und war meine direkte Anlaufstelle.

Zuallererst erklärte mir Herr Tannenberg etwas über den Bartwuchs generell. Der ist nämlich oft ausschlaggebend ob die Nass- oder Trockenrasur besser ist. Starker Bartwuchs verlangt eher nach der Gründlichkeit einer Nassrasur, während leichter Bartwuchs auch mit einer einfachen Trockenrasur schnell beseitig werden kann. Die traditionelle Nassrasur mit Pinsel und Rasierseife erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Der perfekte Start für die Nassrasur ist direkt nach der Dusche, weil die Barthaare vom warmen Wasser aufgeweicht sind, das Gesicht gereinigt und die Haut damit fettfrei ist. Rasieröl vor der Rasur ist deshalb besonders förderlich, weil es die Haare aufquellen lässt, man so mehr davon erwischt und alles eine glattere Sache wird. Darüber hinaus beruhigt  das Rasieröl die Haut und verringert das Risiko von Rasierbrand und eingewachsenen Haaren.

Egal ob Rasierseife, Gel oder Schaum: eine Einwirkzeit von drei Minuten ist ratsam um die Haare geschmeidiger zu machen. „Gel ist für Männer mit öliger oder unreiner Haut besser, da es einen geringen Fettanteil hat“, so Herr Tannenberg. Auch auf Qualität sollte bei Rasierprodukten geachtet werden. Minderwertigen Rasierschaum erkennt man daran, dass er nach dem auftragen schnell in sich zusammenfällt. Ein Schaum von guter Qualität quillt stark auf und hat eine relativ feste Konsistenz.

„Da bei der Nassrasur die oberste Hautschicht abgeschabt wird, ist die richtige Pflege nach der Rasur sehr wichtig!“ Erklärt Herr Tannenberg. „Das Aftershave beruhigt und pflegt die Haut. Je nach Typ kann ein Balsam oder eine Lotion benutzt werden. Balsam ist schonender und eignet sich bei empfindlicher Haut besser. Trotz bestem Equipment kann es natürlich zu kleinen Schnittwunden kommen. Ein Rasierstift aus Alaun stoppt die Blutung und desinfiziert. Den Stick einfach vorher nass machen und auf die Wunde halten.“

Vollbepackt mit einer Reihe von Rasierprodukten machte ich mich auf dem Weg nach Hause. Mein Freund wird sich hoffentlich nicht so schnell wieder schneiden. Und falls doch, bin ich mir sicher, dass Herr Tannenberg noch den ein oder anderen Trick weiss.

Liebe Grüße

Janna Herberg

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