Gesichtspflegeprodukte – in welcher Reihenfolge?

Gesichtspflegeprodukte – in welcher Reihenfolge?

In unseren Badschränkchen beherbergen wir meist allerlei Wundermittel, die den Teint verschönern sollen. Doch wie kombiniert man diese, um einen optimalen Effekt zu erzielen? Welche Pflegeprodukte sind sinnvoll für meinen Hauttyp und brauche ich wirklich einen Toner, weil alle Welt behauptet, man bräuchte dringend einen? Was sind überhaupt die eigentlichen Funktionen der Produkte, die von Verkäuferinnen, Beauty-Gurus und Zeitschriften so angepriesen werden? Was sich hinter schicken Begrifflichkeiten wie Exfoliator oder Cleanser verbirgt und ob und warum unsere Haut diese zu benötigen scheint, erfahren Sie in diesem Artikel.

1. Reinigung

Die tägliche Reinigung der Haut ist einer der wichtigsten Grundschritte, die unbedingt beherzigt werden sollten. Make-up-Reste, Schmutz, Talg und abgestorbene Hautschüppchen setzen sich regelmäßig in unseren Poren ab, lassen das Gesicht fahl wirken und führen nicht selten zu Unreinheiten. Im ersten Schritt sollte daher immer ein Cleanser verwendet werden. Das können – je nach Hauttyp – Reinigungsgels oder Lotionen sein, wobei Letztere sich besonders bei zu Trockenheit neigender Haut eignen. Darauf folgt der Toner, was letztlich nichts anderes bedeutet als Gesichtswasser. Dieses kann Rückstände der Reinigung entfernen und die Haut auf weitere Schritte vorbereiten. Bei empfindlicher oder trockener Haut sollte Alkohol als Inhaltsstoff vermieden werden.

2. Peeling/Exfoliator         

Allgemein wird das Peeling als Reinigungsprodukt betrachtet, wobei der eigentliche Effekt dadurch verloren geht. Es soll nach der Reinigung die Zellerneuerung fördern und die Durchblutung anregen. Ein Exfoliator ist im Prinzip dasselbe – nur der Unterschied zu einem chemischen Peeling ist wirklich erkennbar, da solche ganze Hautschichten, deren Zellen beschädigt sind, abtragen können. Ein chemisches Peeling beim Arzt oder einer Kosmetikerin sollte daher nur bei Akne oder tiefen Falten angewandt werden. Für jüngere, aber vor allem empfindlichere Hauttypen ist ein Exfoliator oder ein herkömmliches Peeling aus der Parfümerie mehr als ausreichend.

3. Serum

Seren sind wahre Wundermittel – trotz der leichten Textur sind sie geballte Wirkstoffbomben, die am besten wirken, wenn sie direkt in die Haut gelangen können. Es gibt Seren für jeden Bedarf, egal ob man sich eine aufhellende Wirkung, Anti-Aging-Pflege oder einfach nur einen schönen Glow wünscht. Der Klassiker: das Advanced Night Repair Serum von Esteé Lauder. Einen Bericht zum innovativen Natural Serum von neoeva gibt’s übrigens hier, welches ich auch sehr empfehlen kann.

4. Öl

Gesichtsöle erleben momentan ihren großen Durchbruch. Sogar bei öliger Haut oder Mischhaut werden sie empfohlen, da sie die Poren mit wirkstoffreichem Öl versorgen, sodass unser Körper die eigene Talgproduktion stoppt. Für diesen Effekt verwende ich persönlich gerne das Huile Lotus von Clarins, das wunderbar nach Kräutern duftet und Unreinheiten abheilen lässt. Selbstverständlich gibt es aber auch eine Bandbreite an wundervollen Ölen für trockene, sensible oder reife Haut. Das Huile De Rose von By Terry befriedigt eine Bandbreite an Bedürfnissen und ist daher ebenfalls sehr zu empfehlen!

5. Creme

Die gute alte Tages- oder Nachtcreme bleibt wohl für die meisten unverzichtbar. Sie sollte aufgrund ihrer meist dickeren Konsistenz immer zum Schluss verwendet werden. Die Auswahl ist riesig und wer lange genug Ausschau hält, findet irgendwann seinen persönlichen Heiligen Gral. Pauschal lässt sich daher an dieser Stelle nicht wirklich ein Produkt empfehlen, mein persönlicher Liebling ist allerdings die Wild Rose 24-Hour Moisturizing & Brightening Cream von Korres.

Zum Schluss sollte aber noch kurz angemerkt werden: Weniger ist mehr. Wer (abgesehen von der Reinigung) den ein oder anderen Schritt auslässt, missachtet dadurch nicht die Regeln der Gesichtspflege. Zu viele Wirkstoffe können die Haut überpflegen und zu Irritationen führen.

Liebe Grüße,

Freya Häberlein

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